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Dieser »fulminante … kleine … Kriminalroman (entwickelt) … einen fatalen Sog … Manisch. Superb!«

Günther Grosser, Berliner Zeitung, 30.09.2017

 

 

 

 

»Eine überzeugende literarische Bearbeitung realer Ereignisse … Weit mehr … als die schematische Schwarzweiß Malerei der üblichen Krimi-Unterhaltung.«

Bernd Zachow, Nürnberger Nachrichten, 02.09.2017

 

 

 

 

Krimi der Woche

»Wenn Reichsbürger und Amokläufer um sich schießen

Eine Geschichte vieler Ängste und Fremdheiten, von Traumata und ihren Folgen, gesellschaftlichen Bedingungen und deren tödlicher Reibung, von Menschen, die so lange verbogen werden, bis die Gewalt aus ihnen hervorbricht, und Menschen, die sich gegen diese Gewalt stemmen und mitgerissen werden … Politische Literatur? Klar. Engagierte Literatur? Klar. Gott sei Dank. Haltungslose Literatur der Gegenwartsverweigerung gibt’s schon genug. Die Vergangenheit mag nicht vergehen, ohne den Versuch zumindest, sie zu verstehen, wird sie sich immer wieder wiederholen.«

Elmar Krekeler, WELT, 23.08.2017 hier.

 

 

 

Porträt: „Leonhard F. Seidl … schreibt extrem gut recherchierte, politische Krimis … Komplexe Figuren zugunsten einer griffigen Story zu reduzieren, so einfach macht es Seidl weder sich noch seinen Lesern. „

Jana Volkmann, Der Freitag, 09.11.2017

Das ganze Portrait ist hier zu lesen.

 

Krimi-Tipp auf Radio Bremen 2

„Was ist das Besondere an diesem Buch?

Natürlich die Aktualität: Hass auf Fremde, Verurteilungen ohne Grund – das sind Themen, die zurzeit leider sehr aktuell sind. Es wird sehr anschaulich geschildert, wie ein Verdacht entsteht, was Glaube – egal ob an einen Gott oder an Chemtrails – bewirken kann und wie dann eine Lawine in Gang gesetzt wird, die sich nicht mehr aufhalten lässt … Wir wissen am Ende des Krimis, was passiert ist und warum – aber die Polizei und auch die Presse in diesem Roman bleiben ahnungslos. Auch das haben wir in der Realität ja bereits.“

Anja Goerz, Bremen Zwei, 14. September 2017 hier.

 

»Fronten ist der Roman zur politischen Situation heute – von wegen Littérature engagée ist überflüssig. Sie ist notwendiger denn je, und Leonhard F. Seidl ist ihr Protagonist.«

Thomas Wörtche

 

 

 

»Die gruselige Groteske kommt in gemeißelten Sätzen daher; der 41-jährige … Schriftsteller … schreibt punktgenaue kraftvolle Prosa.«

Rainer Rönsch, Sächsische Zeitung, 02.09.2017

 

 

 

 

 

»Der Roman … ist in der Lage, Schülerinnen und Schüler durch seine zeitgemäße Sprache und überaus aktuelle Thematik – gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und die damit verbundenen Folgen – zu fesseln. Er bietet zudem eine Zeitreise durch die letzten 30 Jahre bundesrepublikanischer Realitäten.«

Stefan Theiner zur Schullesung an der Richard-Müller-Schule Fulda hier.

 

 

Foto: Isabell Steinhauer

 

 

»Fronten« … könnte aktueller nicht sein.«

Isabell Steinhauer, Wetterauer Zeitung 31. August 2017 hier.

 

Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein »Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten – ein Kriminalroman nach einem wahren Fall.

Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert Patienten, Mann und Freunde.

Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, fanatischen »Reichsbürgern«, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg …

Geschickt verknüpft Seidl die Lebenswege der drei Protagonisten miteinander, die in einem packenden Finale aufeinandertreffen. Ein hochaktueller Kriminalroman über Rassismus und Fanatismus in einer Gesellschaft voller Angst und über den Mut, sich dem entgegenzustellen.

Fronten ist inspiriert von einem wahren Fall aus dem Jahr 1988. Im oberbayerischen Dorfen erschoss ein Mann aus Jugoslawien drei Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Bis heute hält das Landratsamt Erding Schriftstücke über den Fall unter Verschluss.

 

 

 

ZEIT-ONLINE zu „Mutterkorn –
- "dem faszinierenden Erstling von Leonhard F. Seidl ... Besonders stark ist das Buch vor allem, weil es ihm hervorragend gelingt, die vielen geschickt platzierten sozial- und gesellschaftskritischen Töne mit der bewegenden Story zu kombinieren."